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29.05.2024
Der Runde Tisch rückt Kinder in den Fokus
Spiel- und Aktionstag am 1. Juni (Samstag) ab 14.30 Uhr im Stadion von Amasyaspor Lohne

Ob er nun Weltkindertag oder Internationaler Kindertag oder einfach nur Kindertag heißt: In mehr als 145 Ländern der Erde wird er gefeiert – mal mehr, mal weniger groß. In Rumänien ist der Internationale Kindertag am 1. Juni beispielsweise ein gesetzlicher Feiertag. Lidia Uptmoor fand es schon immer sehr schade, dass in Deutschland der „Ziua Copilului“ nicht wie in ihrem Heimatland mit kleinen Geschenken für den Nachwuchs begangen wird. „Es gibt Muttertag. Es gibt Vatertag. Warum steht der Kindertag in Deutschland nicht mehr im Fokus?“, fragt sie.

Seit einigen Jahren schon hat sie anlässlich des Kindertages im kleinen Kreis besondere Aktionen auf die Beine gestellt. „Das ist in Rumänien ein bunter Tag, an dem sich alle für die Kinder Zeit nehmen“, wiederholt sie – und hofft jetzt auf eine ähnliche Entwicklung in Lohne. Gemeinsam mit Kerstin Sommer organisiert sie für den Runden Tisch für Integration und Völkerverständigung einen Spiel- und Aktionstag. Dieser steigt am 1. Juni (Samstag) ab 14.30 Uhr im Stadion von Amasyaspor Lohne und richtet sich an Kinder von 4 bis 14 Jahren.

Wie Sommer berichtet, hat sich der Runde Tisch für eine Zusammenlegung mit dem „Spiel ohne Grenzen“ entschieden, um Dopplungen zu vermeiden. Etwa 18 Stationen werde es geben, viele Spiele hätten einen nachhaltigen Charakter, sagt sie. Dem Vorbereitungsteam gehören etwa zehn Personen an, darunter einige Betreuer. Denn die Betreuungssituation unterscheide die Aktion am Kindertag doch deutlich vom alle 2 Jahre stattfindenden „Spiel ohne Grenzen“, so Sommer.

Exemplarisch führt sie an, dass einige Teilnehmer des Sprachcamps 2017 die Spiele nun begleiteten. Der Runde Tisch habe kontinuierlich Kontakt zu den Kindern gehalten, die heute fast volljährig sind. Die stellvertretende Vorsitzende betont den internationalen Ansatz. Der Kindertag solle den Austausch der Kulturen fördern. Nach ihren Worten geht es aber auch um das Netzwerken der Eltern untereinander. Laut Uptmoor gibt es kulturelle Unterschiede in Familien. In Rumänien sei es etwa nicht üblich, dass sich Kinder ohne ihre Eltern verabreden. „Wir können voneinander lernen und Hemmschwellen abbauen, wenn wir miteinander ins Gespräch kommen.“ Der integrative Charakter greift auch beim Buffet, zu dem jeder etwas beisteuern darf.

Übrigens: Es gibt in Deutschland sogar zwei Termine, die sich den Kinderrechten widmen: den Weltkindertag und den internationalen Kindertag. Der Weltkindertag wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen und wird am 20. September zu Ehren der Rechte der Kinder begangen. Der internationale Kindertag am 1. Juni wiederum entspringt der Empfehlung des Weltkinderhilfswerks der Vereinten Nationen. Dabei sind die Ziele der Kindertage die gleichen.

Im Bild:
Ein Fest für viele Kulturen: Die Organisatorinnen Lidia Uptmoor (links) und Kerstin Sommer betonen den internationalen Ansatz des Kindertages.
Foto: Timphaus