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24.03.2023
Erdbebenkatastrophe in der Türkei - Hilfsaktion des Fußballvereins Amasyaspor Lohne
Nachlese als Veranstallung im IML

Die Erdbebenkatastrophe in der Türkei und Syrien bewegt die Menschen. Die Anteilnahme und Solidarität ist groß – das hat unter anderem die humanitäre Hilfsaktion des Fußballvereins Amasyaspor Lohne belegt. Was die Initiative bewirkt hat, wie sich die Situation in den Regionen darstellt und welche Unterstützung benötigt wird: Darüber informieren am Sonntag (26. März) Vereinsvertreter im Industriemuseum (IML) Lohne. Beginn der Veranstaltung ist um 17 Uhr. Mitveranstalter ist der Runde Tisch für Integration und Völkerverständigung Lohne in Kooperation mit dem IML.

Die Organisatoren sprechen von einem „offenen Nationengespräch“, auch weil die Runde am Sonntag das monatliche Café der Nationen ersetzt. Der Amasyaspor-Vorsitzende Ali Yilmaz, der Ehrenvorsitzende des Vereins, Ali Boydak, sowie weitere Engagierte der Hilfsaktion berichten und illustrieren ihre Ausführungen in einer Beamerpräsentation mit eindrücklichen Bildern. Dazu werden Kaffee, Tee und türkisches Gebäck gereicht.

Boydak geht es nach eigenen Angaben vor allem darum zu dokumentieren, was mit dem Geld passiert ist. Gleichzeitig wolle der Verein weitere Spenden einwerben, ergänzt Yilmaz. Denn Unterstützung sei in dem Katastrophengebiet immer noch dringend notwendig. „Die Menschen campieren teilweise auf den Straßen oder in ihren Autos. Wir wollen jetzt 10 bis 15 Wohncontainer anschaffen“, sagt der Amasyaspor-Vorsitzende, der sich selbst ein Bild von Zerstörung, Trauer und Leid gemacht hat. Um die Dimensionen zu verdeutlichen, wählt er einen Vergleich. „Das Erdbeben hat ein Gebiet von der Größe Niedersachsens zerstört.“ Er sei überzeugt, sagt er, dass die Folgen der Katastrophe noch lange nachwirkten – was auch mit dem Versagen des türkischen Staates zusammenhänge.

Boydak gibt an, dass die Initiatoren ihre Hilfsaktion transparent machen und gleichzeitig auch Danke sagen wollen. Yilmaz nennt als Beispiel Michael Daemen, Referatsleiter des Auslandsdienstes bei den Maltesern in Vechta. Er habe die Hilfsaktion logistisch stark unterstützt.

Ulla gr. Holthaus, Vorsitzende des Runden Tisches, möchte während der Veranstaltung den Blick auch auf die Lage in Syrien lenken. Das Land stehe aus verschiedenen Gründen weniger im Fokus des medialen Interesses. 

Fotos: Timphaus, OV Vechta; Ulla gr. Holthaus